Untersuchungen zur Schadensgefahr bei Winter- und Spätfrösten in den deutschen Weinanbaugebieten

 

Frostschäden sind im deutschen Weinbau ein Thema, das seit den Winterfrösten 2010 und 2012 und dem Spätfrost 2011 wieder an Aktualität gewonnen hat. Deswegen sollen im Rahmen dieser Dissertation die Schadensgefährdungen von Winter- und Spätfrösten erfasst werden und vorhandene Wissenlücken geschlossen werden. Traditionelle, allgemeine und auf praktischer Erfahrung beruhende Aussagen über die Frostgefährdung von Reben sollen mithilfe heutiger Messtechnik wissenschaftlich überprüft und validiert werden.

Im Bereich des Winterfrostes sollen unterschiedliche typische Witterungsszenarien simuliert werden, um so die Schadschwelle zu ermitteln, bei der die Abwehrmechanismen der Rebe versagen, so dass letale, irreversible Schäden auftreten. Adulte Topfreben werden den Wettereinflüssen in einer Kältekammer ausgesetzt und anschließend auf ihre Schäden untersucht. Dies soll auch vergleichend an mehreren Rebsorten geschehen.

Beim Spät- oder Maifrost soll mittels Feldversuchen geklärt werden, wie gut die Rebe einen zu Beginn der Vegetationsperiode entstandenen Frostschaden durch den Austrieb von Beiaugen kompensieren kann. Dies soll im Rebsortenvergleich geschehen, um insbesondere die Kompensationsfähigkeit neuerer Rebsorten (z.B. Dornfelder) im Vergleich zu traditionellen Sorten zu bestimmen.

Gefördert von: Vereinigte Hagelversicherung VVaG
Projektpartner: Institut für Rebenzüchtung und Rebenveredelung
Projektzeitraum: April 2013 - Oktober 2015

Prof. Dr. agr. habil. Hans-Peter Schwarz

Tel. +49 6722 502 361

E-Mail Hans-Peter.Schwarzhs-gmde

 

Dipl. Geograph, B.Sc. Önologe Andre Hoffmann

Tel. +49 6722 502 365

E-Mail Andre.Hoffmannhs-gmde