Weinsensorik

Das Institut für Oenologie der Hochschule Geisenheim verfügt über moderne Sensorikeinrichtungen, die im Rahmen der studentischen Ausbildung und der Auswertung von Forschungsprojekten genutzt werden. Die durch die Prüferpanels erarbeiteten Ergebnisse können computergestützt erstellt, statistisch verrechnet und dargestellt werden. Hierfür wird über die Nutzung individueller Netbooks für jeden einzelnen Prüfer oder durch die Erfassung der Prüfdaten mittels Prüfbögen, die im Lebensmittelbereich weit verbreitete Computersoftware FIZZ Biosystems eingesetzt.

Aktuelle Projekte:

Im Rahmen des Projektes „Dumpf-muffige Fehltöne im Wein“ wurden umfangreiche, sensorische Studien zur Ermittlung von Schwellenwerten verschiedener Verursachersubstanzen durchgeführt. Hierzu wurden unterschiedliche Weinarten und Sekt mit steigenden Konzentrationen der „off-flavour“ Komponenten versetzt und entsprechende Schwellenwerte festgelegt, die als Grundlage zur Orientierung für die Bewertung insbesondere im Falle von Reklamationsfällen herangezogen werden können.

In einem weiteren Projekt wurde in Kooperation mit der DLG und einer Arbeitsgruppe ein neues Bewertungsschema für Wein erarbeitet. Dieses, mittlerweile im Rahmen der Bundesweinprämierung eingesetzte Prüfschema, hat gegenüber bisherigen Bepunktungsverfahren den Vorteil, dass neben einer individuellen Bewertung der Weine durch die Mitglieder des Prüfpanels abschließend eine Konsensfindung zur Erörterung von positiven und negativen Merkmalsausprägungen der Weinproben stattfindet. Neben der reinen Bepunktung der Weine erhalten die Erzeuger damit auch eine verbale Expertise zur Erläuterung des Prüfresultats.