Untersuchung zur Induktion und Aufhebung der Winterruhe (Dormanz) bei Erdbeeren (Fragaria x ananassa Duch.) im Kontext des Klimawandels

Um saisonale Kälteperioden zu überstehen, ist eine temporäre Organisation der Wachstumsperioden erforderlich. Bei  niedriger werdenden Temperaturen wird die Dormanz eingeleitet, d.h. das Aussetzen des sichtbaren Wachstums der Pflanze und aller Strukturen, die ein Meristem enthalten. Die Dormanz wird in Endo-, Para- und Ecodormanz unterteilt. Endodormanz bezeichnet einen genetisch und durch äußere Einflüsse hervorgerufenen Zustand bis zur nächsten optimalen Wachstumsperiode, der den Wachstumszyklus pausieren lässt.  Dies ist eine endogene Wachstumskontrolle, die bei vielen Pflanzen nur durch ein spezifisches Kältebedürfnis überwunden werden kann. Para- und Ecodormanz können im Gegensatz dazu durch günstige Umweltbedingungen wieder rückgängig gemacht werden. Ecodormanz wird durch ungünstige physiologische und äußere Bedingungen hervorgerufen. Bei der Paradormanz entsteht die Wachstumshemmung durch einen von einem anderen Teil der Pflanze hervorgerufenen Reiz. Das jeweilige Kältebedürfnis der Pflanzen hängt von der Sorte und äußeren Umweltfaktoren (Temperatur, Photoperiode) ab und wird häufig durch Summieren der Stunden mit Temperaturen zwischen 0 – 7 °C errechnet

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Frau Dr. Erika Krüger

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