Ressourcenmanagement - Umsetzung moderner Strategien der Bewässerung zur Qualitätssicherung im weinbaulichen Großprojekten

Auf Standorten mit geringer Wasserspeicherkapazität kann auch im traditionell unbewässerten deutschen Weinbau die gezielte Zusatzbewässerung ein wichtiges Instrument des Qualitätsmanagements darstellen. Voraussetzung ist ein Steuerungskonzept auf Basis einer hinreichend präzisen Einschätzung des aktuellen Wasserstatus. Für direkt betreute Weinberge wurden bereits entsprechende Konzepte erarbeitet. Um die verantwortungsvolle Wassernutzung in der Praxis zu verankern, gilt es jedoch auch für klein parzellierte Produktionsbedingungen Organisationsformen zu finden, die es ermöglichen ohne eine separate Beprobung/Sensorausstattung aller Einzelparzellen auszukommen. Deshalb muss geklärt werden, nach welchen Kriterien die Teilflächen von Großprojekten in Stressklassen eingeteilt werden können bzw. wie die unvermeidliche Variation innerhalb der Stressklassen im Vegetationsverlauf erfasst und verrechnet werden kann, so dass durch die Betreuung von Referenzflächen das Risiko einer qualitätsmindernden Falschversorgung minimiert werden kann.

Prof. Dr. Manfred Stoll
Tel. + 49 6722 502 141 
E-Mail Manfred.Stollhs-gmde